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"Rucksackapotheke"

Verbandmaterial

2 Schnellverbände
2 Dreiecktücher
1 Mullbinde
1 Elastische Binde 5-10 cm
1 Leukoplast
Pflaster (nach Bedarf)
1P Gummihandschuhe (nicht steril !)
1 Beatmungstuch
1 Lagerungsschiene (z.B.: Sam Splint)
1 Compeed (für Blasen)

Medikamente

Fieber, Grippe- Aspro Tabletten
Kreislauf- Effortil Tropfen
Schmerzen- Voltaren, Parkemed, Ibuprofen
Durchfall- Immodium, Bioflorin
Angina pectoris- Nitro Kapseln oder Spray
Fieberblasen- Zovirax, Diprogenta
Desinfektion- Betaisodona Lösung und/oder Salbe
Augen- Visadron Augentropfen

Biwacksack

Alufolie
Schreibzeug (Bleistift)
Kerze
Papier
Zünder
Pfeiferl oder Leuchtraketen

WICHTIG: täglich einzunehmende Medikamente sollten sich auch in der Rucksackapotheke befinden !!!!!!!!!!

Natürlich bleibt es jedem selber überlassen, zusätzliche Verbandmaterialien und Medikamente mitzunehmen.
Dies ist nur ein möglicher Vorschlag einer Rucksackapotheke, - auch unter Berücksichtigung des Gewichtes.

„Blutdruck und Herz am Berg“
Ein voller Erfolg – Erste Ergebnisse


Sowohl vergangenes Jahr, als auch im Mai dieses Jahres erfolgte ein Aktionstag der Naturfreunde Österreich unter dem Motto „Blutdruck und Herz am Berg“.
Dabei nahmen fast 300 Bergsportler aus ganz Österreich und in allen Altersgruppen teil. Während einer Gehzeit von 1 – 3 Stunden, abhängig von der körperlichen Verfassung jedes Einzelnen, wurde Blutdruck und Puls an bestimmten Fixpunkten gemessen. Diese Werte wurden genauestens dokumentiert und jeder Teilnehmer erhielt am Ziel eine ausführliche sportmedizinische Beratung von erfahrenen Sportmedizinern.
Aber nicht nur für den einzelnen Teilnehmer, sondern auch aus der Sicht der Sportmedizin ergaben sich hochinteressante Ergebnisse.
Es ist bekannt, daß körperliches Training eine effektive nicht-medikamentöse Therapiemaßnahme zur Behandlung des Bluthochdruckes darstellt. Die Blutdruckregulation unter Ruhebedingungen und unter körperlicher Belastung in der Höhe ist aber noch nicht eindeutig geklärt.
Bei den rund 118 Personen, die am ersten Aktionstag im Frühjahr 2000 am Schoberstein (Oberösterreich) teilgenommen hatten, zeigten sich nun folgende Ergebnisse.

Unter diesen 118 Bergsportlern waren 34 Personen mit bekanntem Bluthochdruck. 55 Teilnehmer hatten einen Ruheblutdruck vor Belastung von mehr als 140/90 (Normalwert 135/85). Die Blutdruck- und Pulswerte wurden nach einem Drittel, nach zwei Drittel und unmittelbar nach Ende der Belastung gemessen. Dabei zeigte sich eine deutliche Senkung sowohl des systolischen (1. Wert), als auch des diastolischen (2. Wert) Blutdruckes mit zunehmender Belastung. Bei den Personen mit bekanntem Bluthochdruck war der Ausgangswert deutlich höher als bei denjenigen mit normalem Blutdruck. Während und unmittelbar nach Belastung zeigte sich aber kein Unterschied zwischen den Personen mit Bluthochdruck und denen mit normalem Blutdruck.

Es konnte also gezeigt werden, daß leichte körperliche Belastung in mittleren Höhe (bis 2500 m) zu einer Absenkung des systolischen als auch des diastolischen Blutdruckes führt. Überaschenderweise war aber der blutdrucksenkende Effekt bei Bergsteigern mit Bluthochdruck stärker ausgeprägt, als bei Personen mit normalem Blutdruck.
Berwandern in moderaten Höhen stellt eine gute Belastungsform gerade für Herz- Kreislaufpatienten dar. Sicherlich sind noch viele Untersuchungen notwendig, aber auch der 2. Aktionstag scheint unsere ersten Ergebnisse zu bestätigen.